Wie nun sicher schon jeder zigst mal vernommen hat, hat Google den Support von Google Friend Connect mit 1. März eingestellt. Danke, echt. Hier nochmal im Detail:

“Am 1. März 2012 stellen wir Google Friend Connect für alle Nicht-Blogger-Websites ein. Wir empfehlen Ihnen, eine Google+ Seite zu erstellen und eine Google+ Box auf Ihrer Website hinzuzufügen. Locken Sie Ihre Community regelmäßiger Leser zu Google+ und verwenden Sie neue Funktionen wie Kreise und Hangouts, um in Kontakt zu bleiben.

Quelle

Die Leser zu Google+ locken, eh?

Nö, ich nutze es ja selber nicht mal, lieben Dank. Vor einiger Zeit habe ich deshalb schon mal darauf hingewiesen, wie man seinen Feed bündelt und so im 30-Tage-Schnitt eine halbwegs gute Vorstellung davon bekommt, wie viele Leser man per Feed so hat. Nur den Feedburner Ticker einzubinden reicht nicht aus. Das Ganze kann man hier nachlesen.

Weil ich persönlich auch öfter mal zwischendurch beim Warten etc, auf dem Smartphone Blogs lese – und das Dashboard im Browser, besonders Opera Mini, sehr bescheiden ist bzw. die offizielle Blogger App zum Deinstallieren schlecht – habe ich mich dazu entschieden, meine abonnierten Blogs alle bei bloglovin’ zu importieren. So hat man ja endlich auch wieder seine Nicht-Blogger-Blogs im Feed!

Ich kann nur empfehlen, neben GFC seine Blogliste auch bei bloglovin’ gleich mal prophylaktisch zu abonnieren – es gerüchtet sich ja immer häufiger, dass GFC für alle gekickt wird, damit die pöhsen Google Kontoinhaber endlich zu G+ gezwungen werden.

Nun, es hat nicht jeder ein Google Konto und es will wohl auch nicht jeder eins, ne?

Im selben Atemzug könnte man das bei der leichten Hysterie um anonyme Kommentare nennen – wieso schließt man Nicht-Googler freiwillig vom Kommentieren aus? Mei.

Aber zurück zum eigentlichen Thema bloglovin’:

Bloglovin’ ist grob gesagt ein externes Feedhelferlein. Und nein, man muss selber NICHT angemeldet sein, um seinen Blog hinzuzufügen. Fakt ist, JEDER kann einen beliebigen Blog hinzufügen, den er gerne per bloglovin’ verfolgen möchte.

Es geht dabei nicht um eure Daten, euer Google Konto oä. sondern um den Blogfeed. Und der ist öffentlich! Ich sage das deshalb hier, weil ich schon gelesen habe, wie Leute panisch wurden, “weil jemand meinen Blog und die Bilder da hochgeladen hat!!11″!elf” Oh Mann :D

Natürlich ist es für euch besser, euch als Blogger anzumelden. Zum Folgen anderer Blogs und um den Blog als euren zu markieren (“Claim blog”) – sucht bei einer Erstanmeldung unbedingt zuerst mal nach eurem Blog, vielleicht hat ihn schon jemand hinzugefügt und ihr habt da schon einige Leser. Ohne bloglovin’-Account hat ein Weiterlesen hier übrigens auch nicht viel Mehrwert ;)

Mein Tipp ist es nun eigentlich aber wie man seine gesamte Google-Aboliste bei bloglovin’ mit ein paar Klicks hinzufügen kann. Es kommt mir nämlich häufig so vor, als wüssten viele nix von dieser praktischen Option…und alle Abos manuell hinzuzufügen ist schon mühsam, wenn man mehr als zehn Blogs abonniert hat.

how to import to bloglovin

Nun denn – auf ans Werk! Es dauert wirklich nur ein paar Minuten, ich habe alles brav mit den oft gewünschten Screenshots festgehalten ;)

EDIT: Nachdem Google das Angebot des direkten Downloads der OPML File eingestellt hat, bzw. auch den Google Reader mit 1. Juli 2013 einstellt, hier die Aktualisierung für die Bloglovin Alternative:

1. Öffnet den Google Reader. Falls ihr nicht eingeloggt seid, tut es jetzt.

2. Klickt auf das Optionen-Zahnrad rechts oben:

how to import to bloglovin

3. Wählt die Reader-Einstellungen aus:

how to import to bloglovin

4. Es öffnen sich die Einstellungen. Klickt im Reiter auf Import/Export und darunter auf “Download your data through Takeout”

how to import to bloglovin

5. Man wird zu Google Takeout weitergeleitet – Archiv erstellen:

how to import to bloglovin

6. Sobald das Archiv fertig erstellt ist, auf Herunterladen klicken:

how to import to bloglovin

7. Das Pop-Up fragt ob ausführen oder speichern: Wir wollen öffnen. Euer .zip-Entpackprogramm öffnet sich und ihr wählt am besten einen Speicherort, den ihr auch leicht wiederfindet aus, um das entpackte Archiv zu sichern.

how to import to bloglovin

8. Öffnet die bloglovin’ Importseite. Auf Auswählen klicken und die gerade gespeicherten Files suchen…

bloglovin6

…und die subscitions.xml file auswählen…Upload klicken

how to import to bloglovin

Und fertig!

Zusätzlich kann man die Blogs bei bloglovin’ über Account – Following ganz einfach verwalten – ich persönlich habe Gruppen nach Ländern angelegt, es ist aber auch sehr praktisch, wenn man etwa verschiedene Genres an Blogs verfolgt, wie etwa Kochblogs, Bücherblogs usw.

Die vorhin angesprochenen Smartphone App gibt es übrigens sowohl für Android als auch iPhone. Man meldet sich ganz einfach mit seinem Account an und hat alle Einstellungen auch gleich am Handy. Ich persönlich mag die ganz gern zum Durchscrollen – manchmal ist die Android App etwas langsam, aber kein Vergleich zum Blogger Dashboard über den Browser!

bloglovinNun denn, ein sehr einfacher Tipp, aber ich hoffe, das war nun doch hilfreich für einige und ihr abonniert weiter so fleißig über bloglovin’! :)

Eure HTML-Tweaking Mutti,