Gestern in der Wochenschau ziemlich brav fast nur Bilder gepostet (das hat euch gefreut, gebt es zu), laufe ich dafür heute mit einem gesprächigeren Post auf:

Diana hat auf ihrem Blog I Need Sunshine eine sehr interessante Kategorie ins Leben gerufen: Die Montagsfrage. Schon zum siebten Mal stellt sie eine Frage rund ums Bloggen und diesmal spamme ich ihr nicht die Kommentarbox zu, sondern äh … euch höhö!

Wie offen geht ihr mit eurem Blog um?

Auch wenn es darum geht, dass jeder Blogger auf seiner Seite ein Impressum angeben muss, wird man mit der Tatsache konfrontiert, dass ab sofort jeder beim Googeln auf den Blog stoßen könnte. Ist es euch egal, dass theoretisch auch Arbeitskollegen, der Chef, die Schulkameraden oder Studienkollegen, etc. auf euren Blog aufmerksam werden könnten oder ist euch dies unangenehm und ihr tut alles dafür, um dies zu verhindern?

Wenn ihr nicht möchtet, dass bestimmte Personen von eurem Blog erfahren, welchen Hintergrund hat dies? Habt ihr Angst vor Ablehnung oder Vorurteilen, die ein Kosmetikblog eventuell mit sich bringen könnte? Oder habt ihr bisher nur positive  Erfahrungen gemacht und war der Blog vielleicht sogar schon hilfreich bei der Jobsuche? Seid ihr stolz auf euren Blog und erzählt gerne jedem davon, den ihr kennt und den es interessiert? Oder habt ihr schon schiefe Blicke geerntet, als ich davon berichtet habt?

Eine durchaus pikante Frage, wie ich meine. Sie betrifft ausnahmslos jeden Blogger, und wie ich schon in meinem How to start a (beauty) blog-Post erwähnt habe, sollte man sich schon vorher im Klaren sein, was man selber will.

Es steht im Raum: Offenheit mit Portraits und Klarnamen vs.
wenige bis keine Fotos von sich und persönlichem Umfeld und Pseudonym.

Nicht nur einfach das persönliche Umfeld sollte bedacht werden, es geht häufig auch um die professionelle Seite, die Arbeitswelt, in der man bevorzugt doch seriös wirken will.

Nun, es lässt sich drum streiten, ob und wieso denn ein “Beauty Blog” nicht seriös sein sollte. Wie bei so vielen Dingen im Leben, kommt es mMn auch hier auf Feinheiten an. Schminkiblog vs. ausgereifter Beauty Journalismus, sozusagen. Ich weiß, dass manche Menschen einfach nicht verstehen können, wollen, was und worüber man denn hier so schreibt. Dass ein guter Bericht Arbeit bedeutet und Schminke nicht gleich Kriegsbemalung ist usw. Jaja, die lieben Vorurteile, seid ihr auch noch alle da…

Schminkimädchen sind halt alle genau das: Mädis, die sich nur durch Oberflächlichkeit auszeichnen und nur für Äußerlichkeiten interessieren. Oder wie war das?

Völlige Ehrlichkeit: Ich bin selber so gar nicht “offen”. Ich nutze meist den Usernamen, und gehe nicht mit meinen bloggerischen Anwandlungen hausieren.

Ja, sicherlich, es kommt bestimmt genau wegen genannter Vorurteile der Gedanke “wieso denn für sein Hobby schämen?” und eigentlich – ich schäm mich gar nicht. Ich bin ein bisschen Schweiz in dieser Sache: Neutral. Weder ist es mir besonders unangenehm, noch posaune ich es jedem ins Gesicht, der neben mir Mascara kauft.

Wieso auch?

Ich will ja anderer Leute Hobbies auch nicht sofort und detailliertest erfahren. Eines meiner Hobbies findet nun im Internet, mit, für andere statt – wer sich daran nen Zacken aus der Krone bricht, nimmt an diesem Hobby halt keinen Anteil. Nur weil beim Bierkrugsammeln kein Impressum nötig ist, finde ich dennoch, dass man auch als Blogger soweit anonym bleiben darf, wie man es bevorzugt.

Um das bei mir selbst zu gewährleisten habe ich ja schon vor Monaten einen Post geschrieben, wie man Suchmaschinen das Crawlen der Impressumsseite verbietet:

Der Fall der Offenlegungs- bzw. Impressumspflicht macht einem bei Anonymitätswunsch natürlich nen fetten Strich durch die Rechnung. Besonders hinsichtlich des Aspektes von Arbeitsleben und Kollegen: Ich persönlich würd’s wohl auch nicht jedem auf die Nase binden. Einfach, um die Trennung von Arbeit und Privat aufrecht zu erhalten. Im Sinne von: Wieso soll denn Kollege/Chef immer gleich wissen, was ich sonntags so mache.

Andererseits hängt meine Anonymität auch mit den Bedingungen hier zusammen: Ich wohne ab vom Schuss. Sagen wir es einfach mal ha. Es gibt keine anderen Blogger, keine Treffs, keine Events. Es wird mir sozusagen leicht gemacht, eine WWW Präsenz zu bleiben. Sind Events und Portraitfotos täglich Brot, geht es wohl deutlich schneller mit dem Abhandenkommen der Anonymität.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, poste auch ich nur “halbe” Gesichtsfotos, wenn überhaupt. Weniger meine Anonymität steht dabei im Vordergrund, als einfach mein Unwillen, mich komplett zu präsentieren. Es ist nun mal so: Wer mich nicht aus dem wahren Leben kennt, erkennt mich mit so halben Geschichten kaum, wer mich jedoch kennt – nun, diese Personen wissen ja ohnehin schon wie ich aussehe, heiße, wo ich wohne, nicht wahr. Bspw. ist mir bekannt, dass einige meiner Freunde vom Blog wissen, ihn auch sporadisch verfolgen (huhu) – und ich freu mich drüber. Ist doch ganz nett 🙂 Natürlich nur, wenn man nicht dafür gefrotzelt wird (was wären das denn für “Freunde”… :s)  Glaube aber, meine Freunde kennen mich gut genug, sich nicht über ein Hobby von mir zu mokieren… 😉

Nun, wer mich nicht persönlich kennt, wird mich kaum über den Blog vollständig “erfassen” können, egal, ob da jetzt mein Name oder mein ganzes Gesicht zu sehen ist. Jaa, sorry Leutz. Moi, je suis vielschichtig! Und so. 😉

Hut ab vor allen, die das fullface-Posten durchziehen – ich bin einfach zu unfotogen und möcht’s mir nicht antun, mich vor meinem eigenen Blog fremdzuschämen haha.

Alles in allem: Jedem das Seine (no na), mein Fazit heißt – Landpomeranzen sind punkto Geheimhaltung sicherlich auch im Vorteil. Bzw. jene, die real life Interaktion in der “community” ablehnen.

Wie sehen das die Blogger unter euch? Es ist noch Zeit anonym abzustimmen!
Und die Nichtblogger? Wie würdet ihr darauf reagieren, wenn eure beste Freundin euch einen Blog “gesteht”?

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18 comments

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Huhu! Ich bin eine Real-life-Freundin von der godfrina, ich selbst blogge nicht. Und ich hoffe/glaube nicht, dass ich besonders doof drauf reagiert habe, als ich von Deinem Blog erfahren habe. Wieso auch. Ich habe absolute Hochachtung davor, mit wieviel Fleiß, Gewissenhaftigkeit und Professionalität du diesen Blog betreibst und ich lese mit Freude hier mit, auch wenn mich nicht jedes Thema gleich anspricht. Dafür hab ich hier schon EINIGES gelernt. 😉

Ansonsten hat wohl jeder irgendein Hobby, für das er schon mal Unverständnis geernet hat. Sei es die Vorliebe für eine TV-Serie, Musikband oder oder oder. Aber nur weil es doofe Menschen gibt, die meinen lachen zu müssen, weil ich gerne Lindenstraße schaue und schon mal Socken gestrickt habe, werde ich nicht damit aufhören. 🙂 Genauso wenig sollten sich Beauty Blogger den Spaß an der Freud‘ verderben lassen, egal wie anonym sie ihren Blog betreiben! Blog on! 😉

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Hmm. Ich gehe nicht damit hausieren, ich würde es aber auch nicht abstreiten. Wenn mich einer meiner Freunde oder Kollegen zufällig via Google findet, so sei es. Glaube ich aber nicht. Meine Freunde sind nicht besonders beautyaffin und würden demnach sehr wahrscheinlich nicht über meinen Blog stolpern. Und auch sonst bin ich nicht arrogant genug um zu glauben, dass mich ständig wer googlen würde ^^.

Von meinen Kommilitonen und Freunden weiß es jedenfalls keiner. Würden sie den Blog finden und mich ansprechen wär das kein Problem. Ich bin aber mit der Teilung zwischen Blogger-Me und Real Life-Me ganz glücklich. Meine Freunde teilen dieses eine Interessensgebiet nicht und ich will sie nicht irgendwie unbewusst dazu nötigen interessiert zu tun oder so. Das würden sie nämlich, weil sie mich gern haben. Ich finde auch nicht alles was sie tun rasend interessant und das ist auch okay (und so zu tun als ob ist heuchlerisch). Nur weil man dicke ist muss man nicht alles was der beste Freund toll findet auch faszinierend finden. Menschen lieben eben verschiedenste Dinge, sonst wär es ja auch ein wenig öde.

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Ja. Ich bin sehr leicht zu beeinflussen und google mich erst mal selbst xD Ich muss sagen, dass ich mir erst sehr spät ein Impressum zugelegt haben, wohl eher aus Paranoia als aus Anonymitätsgründen, aber auch das hat nun ein Ende gefunden 😉 An sich gehe ich recht offen ans Bloggen, zeige mich auch mal komplett und ganz, aber ich finde, je länger man bloggt und in der Community unterwegs ist, desto mehr Hemmungen legt man ab. Deshalb einen ganz großen Respekt an alle, die das ganze schon 1-2 Jahre machen und noch kein Gesicht gezeigt haben 😉
Mittlerweile habe ich überhaupt kein Problem mehr damit, mich zu zeigen, auch wenn ich natürlich nur Bilder veröffentliche, die ich auch in Ordnung finde (und es gab schon sicher an die 10000 Bilder während der zweieinhalb Jahre, die ich nun Blogge, die NICHT in Ordnung waren xD). Ich habe mich daran gewöhnt, nichts zu verstecken, aber wenn ich genervt werde, dass ich doch mehr zeigen solle, als ich in einem Beitrag veröffentlicht habe (z.B. Gesichtsbilder zum AMU, wenn ich keine gepostet habe), werd ich ja manchmal etwas stinkig. Ich denke, bei vielen ist einfach das Gefühl dafür verloren gegangen, dass man auf dem Blog wirklich viel privates und sei es das Gesicht preisgibt (und vor allem, dass das Gesicht auch etwas privates ist in gewissem Sinn).

Von meinem Blog wissen nicht viele Leute im echten Leben, die kann man an einer Hand abzählen. Im echten Leben habe ich irgendwie das Gefühl, dass das, was ich da zeige, für den Ottonormalverbraucher vielleicht etwas abgefahren ist. Auch, wenn die wenigen, die vom Blog wissen, das ganze toll fanden (und die sind alle Männlein). Auf die Nase Binden würd ich das wohl niemandem, warum, weiß ich auch nicht, das ist ein Tick^^

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Mir gefällt dein Schreibstil 😉
Ich habe mir die ‚Offenheit‘ irgendwie über die 2 Jahre bloggen erarbeiten, wenn man es so sagen kann…so fühlt es sich zumindest an.
Ich weiß, dass ich es am Anfang vermieden habe ganze Gesichtspartien, geschweige denn das ganze Gesicht zu posten.
Mitlerweile habe ich in vielen dieser Bereiche keine Hemmungen mehr. Ich sehe dafür keinen Grund, gehen doch so viele Blogger mit gutem Beispiel voran. Klar, stellt man sich trotzdem positiver dar, retuschiert vorher mal ein Pickelchen oder so, aber das ist ja ne andere Geschichte.
Aber irgendwie empfinde ich mich so selbst als zugänglicher für meine Leser.

Ich habe an sich kein Problem damit, dass man mich und meinem Blog über Google findet. Mein Blog ist mein Baby und ja, ich bin stolz auf ihn.
Ich empfinde ihn zwar nicht seriös genug, um ihn in einer Bewerbung zwingend anzugeben und ich würde ihn auch sicher nicht gleich jedem Kollegen vorhalten, aber wenn mich jemand darauf anspräche, dann würde ich auch nicht vor Scham im Boden versinken, sondern erklären was Sache ist und was dies für mich bedeutet.

Fakt ist, viele meiner Freunde und meine Familie kennen meinen Blog und schauen sicher gelegentlich rein und damit muss ich auch leben. Da würde es mir eher seltsam vorkommen, wenn sie sehen, dass ich mich auf meinem Blog ‚verstecke‘.
Ich habe kein Problem damit, wenn andere Blogger dies nicht so halten (besonders bei jungen Mädels kann ich es verstehen), aber ich persönlich empfinde es als schön, wenn der Blogger einfach einen offenkundigen Charakter hat. Man also sieht wer da mit Liebe und Leidenschaft dahinterwerkelt und postet und was ihn ausmacht.
Da geht es gar nicht darum Privatsphäre preis zugeben oder sonst was, das mache ich auch nicht, aber ich fühle mich einem Blogger einfach näher, wenn ich ihn auch ’sehe‘.
Letztendlich ist aber nichts an einer anderen Blogführung verwerflich und wie du so schlön sagtes: „Jedem das Seine“

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Ich bin schon sehr gespannt was als Umfrageergebnis rauskommt. Ich hab mich ja bereits geäußert, wobei ich merke, dass es schwer wird. Manchmal ist ein ganzes Gesicht einfach aussagekräftiger. Aber mit dem Job geht das mMn einfach nicht.

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Puh, also das ist wirklich wieder eine interessante Frage.
Natürlich habe ich schon längst abgestimmt, aber ich habe bei I Need Sunshine noch keinen Kommentar hinterlassen (muss ich dann gleich mal nachholen ;)).

Ich blogge jetzt auch schon seit fast 2 Jahren und am Anfang wollte ich echt auf gar keinen Fall, dass irgendjemand das weiß. Vor allem nicht irgendwelche Mitschüler o.ä., mit denen ich sonst gar nichts am Hut habe. Auch aus meinem engeren Umfeld wusste es keiner und mir war das nur recht. Nicht, dass es mir peinlich gewesen wäre, aber das war einfach meine Sache und ich hatte echt keine Lust, dafür belächelt oder irgendwie abgestempelt zu werden. Daher habe ich auch penibel darauf geachtet, keine Fotos auf den Blog zu stellen, auf denen man mich erkennen könnte.

Inzwischen bin ich in dem, was ich veröffentliche, etwas offener geworden. Ich zeige immermal Gesichtsbilder (wenn auch meist aus so geschmeichelten Perspektiven, dass mich wohl eh keiner erkennen würde^^) und habe inzwischen schon ein paar Mal geschrieben, wo ich überhaupt wohne^^
Vorher wollte ich absolut nicht, dass irgendjemand Rückschlüsse auf meine Person ziehen könnte. Privates poste ich heute allerdings auch nicht wirklich viel (nur immermal so am Rande), da ich nicht finde, dass es auf einen Kosmetikblog gehört und natürlich möchte ich in erster Linie meinen Privatkram für mich behalten und nicht im Internet breittreten.

Ich habe mir sogar erst vor ca. 2 Monaten ein rechtskräftiges Impressum mit vollständigem Namen und Adresse zugelegt, natürlich mit deinem kleinen HTML-Tipp, ich will nämlich NICHT über Google gefunden werden. (Ich liebe dich für diesen Hinweis, ehrlich^^). Am liebsten wär´s mir immernoch ohne, aber strafbar will ich mich nun auch nicht machen.

Eigentlich halte ich es inzwischen ähnlich wie du nach dem Schweiz-Prinzip 😉 Ich rede nach wie vor nicht darüber, dass ich den Blog habe, aber wenn es jemand aus meinem Umfeld herausfinden würde, dann würde ich normal damit umgehen und nicht vor Scham im Erdboden versinken oder so ähnlich. Auch, wenn viele Menschen, die ich kenne, das mit dem Blog entweder nicht verstehen oder es total dämlich finden würden 😀 Aber das ist halt der Grund, warum ich es niemandem auf die Nase binde – ich erspare mir nur zu gern die verwunderten/verständnislosen/spöttischen Reaktionen. Und ich weiß ja auch nicht von allen, was sie haarklein für Hobbies haben (ich will es manchmal auch gar nicht wissen..).

Also, das war jetzt wieder eine wirre Antwort von mir .. und ich hoffe, sie war nicht zu lang, aber ich bin halt auch jemand, der immer alles lang und ausführlich erörtern muss 😀 Daher mag ich auch deine Posts mit viieel Text! Alles in allem teile ich deine Ansichten weitestgehend, du hast sie nur besser formuliert^^

Ganz liebe Grüße,
Erdbeerelfe

PS: Eigentlich mag ich auch lieber „halbe“ Gesichtsbilder zwecks der Anonymität (ich wohne schließlich in einer größeren Stadt und nicht in der Pampa^^). Aber ich bekomme die nie hin und sehe auf den halben Bildern meistens so bedeppert aus, dass ich sie sofort löschen muss 😀

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also ich finde deinen blog auch ohne ganzes gesichts-foto super 😉
ich selbst blogge nicht, aber bin sowieso etwas paranoid was namen und fotos im internet anbelangt und der gedanke, dass jeder ungehindert zugriff auf meine fotos hat wär mir da auch beim bloggen unangenehm. finde das also total nachvollziehbar und überhaupt nicht schlimm 🙂

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Ich hatte mal einen Blog denn man auch über googel mit meinem Namen finden konnte und einer von viel gründen warum ich aufgehört hab ist das in meiner Arbeit zwei “ nette “ kolegen sind die regelmäßig mal nach Leuten googeln die sie kennen und prinzipiell auch ûber alles und jeden lestern und ich bin halt ein Mensch dem das nicht so leicht fällt das nicht kränkend aufzufassen wenn über das gelästert wird was ich privat mache

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Ich hoffe du hast bei deinem Blog früher etwas mehr Wert auf Rechtschreibung und Zeichensetzung gelegt als bei diesem Kommentar hier. Ich schreibe das nicht, weil ich gemein sein will, sondern weil es so wirklich schwierig ist, den Sinn deines Kommentars zu verstehen. Nur als kleiner, freundlich gemeinter Tipp für die Zukunft…

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Vielleicht gibt es einen Unterschied zwischen Beautyblogs und Nicht-Beautyblogs? Bei ersterem sind Fotos von sich, ob nun ganz oder halb, ja nunmal wichtig, um die Produkte gut präsentieren zu können. Bei einem Buchblog, wie ich ihn habe, braucht es das nicht. Da ist es mit dem Gesichtverbergen oder anonymer bleiben (abgesehen vom Namen), einfacher.
Ich hatte am Anfang allerdings auch ein Pseudonym. Irgendwie fand ich das aber bald albern und hab dann doch zu meinem richtigen Namen gewechselt, um unverwechselbar zu werden.

In meinem Bekanntenkreis und meiner Familie mach ich aus dem Bloggen kein Geheimnis. Klar, ich bind es nicht gleich jedem auf die Nase, aber wenn man mich zum Beispiel fragt, wie es kommt, dass ich ein Rezensionsexemplar bekomme, dann erkläre ich natürlich, dass das mit meinem Blog zusammenhängt. Alles andere klänge hanebüchen.

Viele haben ja Angst vor der Ablehnung in ihrem Umkreis, wenn sie sagen, das sie bloggen. Ich finde das schade, denn eigentlich ist das ja der Zeitgeist: sich im Internet austauschen. Und jene, die das nicht verstehen, nun die sind eben rückschrittlich und nicht meine Freunde o.ä..

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Wenige meiner Freunde wissen von dem Blog. Haben sich ihn kurz angesehen und wie bei dir schauen sie ab und an mal rein. Ich bin auch bisher nicht diejenige gewesen die massig Werbung für meinen Blog gemacht hat, ich bin mit meiner kleinen Leseranzahl schon recht zufrieden, (klar ists immer schön wenn sich eine Maße an Menschen für die Dinge die man schreibt interessiert :P) & wie Du, bin ich echt nich grad fotogen für mein persönliches Empfinden, Outfit Posts wenn Se denn mal kommen zeigen nie mein Gesicht, ich habe bisher vllt 3 Bilder von meinem Gesicht komplett gezeigt. Ich find es völlig in Ordnung nicht direkt alles Preis zu geben. Schließlich macht man es weil es einem selbst ein Hobby gibt und man Spaß dran haben möchte.
LG

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Ich habe es mir zum Sport gemacht, aus meinem Nagellack-Blog etwas lesenswertes zu machen. Ich finde, etwas so banales wie Nagellack lesenswert zu machen eine wirklich lustige Aufgabe. Es ist nicht so, dass ich Nagellack nicht gerne trage, ganz im Gegenteil, aber überall auf der Welt sterben Menschen an schrecklichen Krankheiten etc, und ich mache mir eine Freude, indem ich mir Nagellack kaufe. Was meine Hintergedanken sind, was ich im „normalen“ Leben für einen Beruf ausübe, womit ich Geld verdiene, wie alt ich genau bin, ob ich verheiratet, single, lesbisch bin, das ist für meinenen Blog komplett irrelevant. Ich lese ja auch Blogs gezielt auf ihren Inhalt, und sehr selten wegen der dahinterstehenden Person (manchmal mag ich Blogs nicht, aber denjenigen, der schreibt!).
Meine Fresse zeige ich schon. Ich finde mich jetzt zwar nicht den wahnsinn, und Modelmaße habe ich auch keine, aber wenn ich auf der Straße gehe und mir fällt jemand als besonders gut gekleidet auf, sind das auch meistens keine Bügelbretter. Deshalb habe ich auch überhaupt kein Problem, dass ich immer wieder auf meinem Blog zu sehen bin. Bei Vorstellungsgesprächen und in der Arbeit verweise ich gerne auf meinen Blog, da ich auf Englisch schreibe, und das eine sehr gute Referenz ist, was meine Englischkenntnisse angeht. Wenn mich jemand fragt, warum ich über („soetwas sinnloses wie“ schwingt da meistens im Ton mit) Nagellack schreibe, sage ich meistens, dass es einfach meine „guilty little pleasure“ ist, und ein hervorragender Ausgleich zu meinen sonst sehr fachspezifischen Aufgaben.
Meine Freunde habe ich zu Anfang meines Blogdaseins alle verpflichtet, meine fb-Seite zu liken, damit ich die erforderliche Fan-Zahl für eine eigene Seite zusammenbekommen konnte. Viele sind „geblieben“, manche haben sich begonnen, für das Bloggen im Allgemeinen zu interessieren, wieder manche haben gewettet, wie lange ich es durchhalte.
Wirklich doofe Bemerkungen habe ich noch nicht bekommen, aber vielleicht ist das auch deshalb, weil ich mit Spaß und Enthusiasmus hinter meinem Unternehmen Blog stehe, und ich mich generell schwer aus der Bahn werfen lasse, wenn ich mir was in meinen Dickschädel gesetzt habe!

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Der letzte Kommentar war @Anonym gerichtet. Leider funktioniert die „Antworten“-Option wohl leider mit der mobilen Version nicht. Sorry.

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Hm, also ich bin ja schon so alt, dass ich noch ohne Facebook, Twitter und Co. aufgewachsen bin (jaja, wir hatten ja früher nix…) und sehe daher das sich öffentlich Darstellen im Internet mit Entsetzen. Ich lese gern aber gern Beauty-Blogs und mir ist klar, dass das eigentlich ein Widerspruch ist. Obwohl ich Beauty-Blogs, in denen ich nie das Gesicht, die Frisur, die Figur o.ä. der Schreiberin sehe, fast lieber mag bzw. es mir egal ist. Mir reicht der Mund um zu wissen, ob mir der Lippenstift stehen wird oder das Auge um zu entscheiden, ob ich den Lidschatten schön finde. Ich selbst habe gar keinen Account bei irgendeinem social network und lebe sehr gut damit. Bei Gelegenheiten, wo viel fotografiert wird, weiß schon jeder, dass ich es verbiete, dass Fotos von mir auf deren Profilen bei irgendeinem Netzwerk veröffentlicht werden. Ich denke, die „Jugend von heute“ unterschätzt massiv, das jeder Arbeitgeber googelt und sich schnell ein Urteil bildet. Von Anfeindungen, Stalking etc. ganz zu schweigen.
Eine Impressums-Pflicht für Blogs finde ich hingegen total schwachsinnig. Ich denke, nur wenn ein Handel im kommerziellen Sinne (Austausch von Gütern gegen Geld) stattfindet, sollte ein Impressum wegen Steuernummer etc. Pflicht sein. Bei Blogs mit „bösen“ Inhalten (rechtsradikal, schwulenfeindlich etc.) hat man auch andere Möglichkeiten, diese anzuzeigen bzw. gegen diese vorzugehen. Da erspart einem ein Impressum höchstens einen Tag Arbeit.
In diesem Sinne: Blogt, wir ihr mögt und wie ihr euch wohlfühlt. Das transportiert sich automatisch in den Schreibstil und man liest einfach gerne auch die Beiträge ganz ohne Fotos (wie diesen hier zum Beispiel). Nur prostituiert euch nicht für die Leserschaft oder für ein paar „likes“! Sonst tut es euch irgendwann Leid und nimmt euch den Spaß!
Grüße
Minze

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Ich erzähle es eigentlich niemandem. hier und da wissen manche dass ich einen blog führe, aber nicht über was. Auf meiner Arbeit wissen jedoch alle bescheid dass ich über Kosmetik berichte, nur meine Adresse nicht.
Googeln kann man mich über meinen Namen auch nicht, außer man gibt meine Adresse ein und das tun wenige, bei einer Bewerbung wurde meine Adresse aber tatsächlich mal gegoogelt, sah ich in der Statistik, allerdings wohl eher wegen Entfernung, nicht um mich als Person zu googeln. Wurde aber trotzdem eingeladen, also hatte es wohl nicht geschadet, schreibe ja auch nichts verwerfliches und ich gebe auf meinem Blog auch keinen Stoff zum lästern.
Ich erzähle es keinem, weil ich meine Anonymität sichern will, ich schäme mich nicht dafür, aber zu wissen Leute können mich gezielt stalken, mag ich nicht. Ich weiss wie es ist, wenn etwas im Internet über dich verbreitet wird und du damit zerrissen wirst, bin da sehr verschlossen. Auch wurde ich früher viel gemobbt und das sitzt immer noch tief, man will einfach keine Munition liefern um Zielscheibe zu sein. Habe nichts dagegen wenn es zufällig gefunden wird, das sagt mir nämlich niemand und so halten die Leute dann auch den Mund, weil viele ja selbst nicht zugeben wollen dass sie einen Blog über Kosmetik gegoogelt, oder gesucht haben über ein bestimmtes Produkt.
Aber ich lass mich trotzdem nicht einschränken, ich poste ein ganzes Gesicht, weil ich es selbst als Leser auch sehen will und Blogs welche mir diese Möglichkeit nicht bieten, lese ich einfach etwas weniger gern. Und ich bin ja sehr selbstkritisch, aber wenigstens mein Gesicht find ich recht hübsch 😛 Kann ich also ohne Scham zeigen.

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eigentlich würde ich auch gerne mein ganzes gesicht zeigen, denn erst so kann man ja wirklich die wirkung und das aussehen eines make-ups beurteilen.
aber ich werde dies genauso wie die veröffentlichung meines wirklichen namens auch in zukunft nicht verwirklichen, denn nach meinem jura-studium möchte ich auch in diesem beruf arbeiten. und ganz ehrlich: ich könnte nur schwer damit leben, wenn mein arbeitgeber, meine mandanten oder selbst meine kollegen viele private dinge aus meinem leben, aber auch meine große leidenschaft für kosmetik ohne kontrolle meinerseits erfahren könnten. das würde nicht nur peinlich für mich sein, ich würde auch im höchsten maß unseriös wirken. vielleicht für konsverative kanzleien als nicht haltbar eingestuft werden.
aus diesen gründen werde ich auch weiterhin unter einem pseudonym posten. (:

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Ich binde es niemandem auf die Nase, aber ein Geheimnis ist es auch nicht. Ich blogge jetzt seit knapp einem Jahr und werde immer lockerer im Umgang damit. Eigentlich stört mich die Impressumspflicht am meisten. Nicht wegen irgendwelcher Kollegen oder Bekannter, sondern eben wegen der vielen Wildfremden. Das in Kombination mit weiteren privaten Informationen finde ich schon ein wenig brisant. Trotzdem gebe ich die eine oder andere Information preis. Grundsätzlich nutze ich immer mein Pseudonym.
Beruflich halte ich einen Blog nicht unbedingt für bedenklich. Es kommt schlichtweg auf den Beruf an. Ich möchte gern nach meinem Studium in der Unternehmenskommunikation/Marketing/Social Media einsteigen. Da ist es sogar von Vorteil Erfahrungen mit Blogs, YouTube, Facebook, Twitter und Co. nachweisen zu können. Ja ihr werdet es nicht glauben, das sind fester Bestandteile meines Studiums. Wir lernen Filmschnitt und es gibt auch Kurse in denen das führen eines Blogs ein Teil der Prüfung sein kann. Klar ist Schminke jetzt nicht optimal als Thema, wenn man später vielleicht in die politische Kommunikation einsteigen will oder einen Job bei der deutschen Bank anstrebt, aber das hab ich eh nicht vor und ich bin so naiv zu glauben, das die Schminke auch bei solchen Jobs kein KO-Kriterium ist, solange der Blog gut gemacht ist. Wenn es dem Arbeitgeber nicht passt, kann man darüber reden.

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