Erneut hat Diana in der Montagsfrage eine sehr interessante Diskussion aufgeworfen.
Erneut muss ich mich dazu auf dem Blog äußern.

Dass Unternehmen bzw. deren PR-Agenturen inzwischen gerne auf Blogger aller Sparten für Werbezwecke zugehen, ist bestimmt keine Neuigkeit mehr. Dass Blogger jedoch keine Billigstwerbetrommel sind, anscheinend schon. Aber das ist wohl wieder ein anderes Thema.

Diana stellte sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie es mit der Offenlegung solcher Verbindungen aussieht. Soll man…? Muss man…? Tut man…?

 

Wie wichtig ist euch Transparenz bezüglich Sponsoring, Gratisprodukte & Co. auf einem Blog?

Ein Thema, dass besonders jene Leser unter euch betrifft, die selbst bloggen, denke ich. Dennoch interessiert mich die Meinung der Nichtblogger sehr! Ein Thema, zu dem man eben nicht nur eine Meinung haben kann – man muss auch Rechtsvorschriften miteinbeziehen. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Informationen, die ich hier verlinke, zitiere, auf österreichischem Recht fußen. Jedoch denke ich, dass sich Vieles mit deutschem Recht decken sollte. Da diese Beitrag, während ich hier tippe, größere Dimensionen annimmt, werde ich ihn einteilen (kommt es jetzt nur mir wie ein Aufsatz vor?):

  1. Rezipient als Leserin
  2. Rezipient als Bloggerin
  3. Allgemeine rechtliche Informationen

1. Godfrina als Leserin

Wie wichtig ist euch eine klare Kennzeichnung bezüglich Sponsoring, Gratisprodukte & Co. auf einem Blog? Legt ihr Wert darauf zu erfahren, ob es sich um ein Gratisprodukt handelt, ob für den Blogbeitrag Geld geflossen ist oder ob Affiliate-Links eingesetzt wurden? Achtet ihr als Leser überhaupt darauf oder ist euch das nicht so wichtig? Was sind die Gründe hierfür? Ist einem als Leser der Unterschied zwischen den verschiedenen Arten des Sponsorings auf einem Blog überhaupt bekannt?

Für mich als Leserin einer Zeitung, einer Zeitschrift, eines Blogs ist eine Trennung von Inhalten bzw. Kennzeichnung wichtig1. Ich bin wohl durch meine eigene Arbeit als Bloggerin sensibilisiert, dennoch kann ich mich mein Leben lang – prä-Blogs! – daran erinnern, dass ich mir die kleingedruckten Hinweise seitlich bei Artikeln angesehen habe.

Ich meine, meine Meinung zum Artikel, zum Autor, zur vorgestellten Sache blieb und bleibt dennoch neutral – neutral im Sinne: ich bin nicht absichtlich vorurteilsbehaftet, bilde aber natürlich eine Meinung über das Vorgestellte.  Solange ich keine außerordentlich-beschönigende Absicht herauslesen kann. Dann verliere ich das Interesse, ganz einfach.

Bemerkenswert finde ich jedoch, wie mir dies weitaus öfter bei “Beauty Artikeln” oder Wochenendbeilagen diverser Zeitungen passiert als bei einem Blog Artikel. Einerseits liegt es vielleicht daran, dass man zu einem Magazin sowohl als Leserin als auch Bloggerin keinen wirklich großen persönlichen Bezug hat, keine Vertrauensbasis, keine Erfahrung mit dem Schreiber – wer liest wirklich regelmäßig die Artikel des/der Autors/in XY? – andererseits empfinde ich die entgeltlichen Einschaltungen da ohnehin als viel subjektiv-werbender als auf jedwedem Blog! Bzw. als einfachen Abdruck des Press Releases. Geben sich Blogger einfach mehr Mühe fürs Geld?

Eine unzureichende bzw. fehlende Kennzeichnung finde ich als Leserin einfach nicht in Ordnung.

1sie ist mir wichtig, und sie ist rechtlicher Tatbestand, es gibt kein “Aussuchen” ob man es machen will, oder nicht:
”Die Verletzung des Trennungsgebots steht nun auch ausdrücklich als Tatbestand in der Schwarzen Liste unlauterer Geschäftspraktiken. Wird daher ein bezahlter Text in einem Medium nicht ausdrücklich und klar gekennzeichnet, liegt jedenfalls ein Verstoß gegen das UWG vor.”  (Anderl, Grama, 2008, Kennzeichnungspflicht für bezahlte Beiträge)

Aber dazu weiter unten mehr.

 

2. Godfrina als Bloggerin

Und wie handhaben das die Blogger unter euch? Legt ihr Wert auf eine differenzierte und eindeutige Kennzeichnung auf eurem Blog oder genügt euch ein allgemeiner Hinweis wie z.B. „gesponsert“, egal ob es sich um ein PR-Sample oder um ein Advertorial handelt? Genügt euch ein Hinweis im Text oder bevorzugt ihr eine Kennzeichnung per Label? Habt ihr euch darüber schon einmal Gedanken gemacht und möchtet daran etwas ändern oder seid ihr zufrieden mit eurer Lösung? Habt ihr vielleicht den Eindruck, dass mit solchen Kennzeichnungen eher nachlässig umgegangen wird oder interessieren euch solche Informationen sowieso nur am Rande?

Weiter unten werde ich darauf eingehen, dass sich die Rechtslage nicht wirklich um Muster/PR Samples kümmert, weshalb jegliche Kennzeichnung eigentlich “nur” bei Beiträgen greifen müsste, für die ein Entgelt entrichtet wurde.

Da ich persönlich jedoch auch Muster kennzeichne, bzw. es auch bei anderen befürworte, unterscheide ich doch auch bei der Wortwahl.

Es ist mir klar, dass viele Blogger ein “sponsored” drunter setzen und gut is’. Ich für meinen Teil finde eine Trennung hier gut. Samples sind Samples und nicht sponsored, bei dem ich einfach immer Geldfluss höre. Ich bin vielleicht ein extremer Korinthenkacker, aber ich empfinde sowohl beim Belabeln (!) der Beiträge, als auch bei der Kennzeichnung im Beitrag eine Unterscheidung angebracht. Man könnte noch einen Schritt weiter gehen und Samples und sponsored Posts und Advertorials unterscheiden. Ja, ich würde auch da einen Unterschied sehen, wenn ich es sehr genau nehme. Ein sponsored Post ist vielleicht eine Linksetzung, ein Bericht zu einem ungefähren Thema, für den jemand bezahlt. Ein Advertorial wäre in meine Augen schon ein gezieltes Berichten zu einem bestimmten Thema einer bestimmten Sache. Das ist aber Feintuning, dass wohl nur ich so sehe!

Grundsätzlich kann ich aus meiner Sicht als Bloggerin lediglich sagen, dass ich auch entgeltlich schreibe; was im Bericht steht, schreibe ich und ich allein. Und das oben angesprochene subjektiv-werbende lasse ich generell weg, außer der Artikelgegenstand verdient es. Was aber bei allen meinen Beiträgen so zutrifft, egal ob bezahlt oder nicht. Meine Transparenzinfos sind übrigens seit langer Zeit im Menü zu finden.

Ich habe oft das Gefühl, man flüchtet sich ins Nicht-Kennzeichnen, um etwaigen Reaktionen der Leserschaft zu entkommen. Ehrlich gesagt habe ich schon sehr oft miterlebt, dass eine offensichtliche Werbung einfach angenommen, kommentiert, besprochen wird, auf ein Vermeiden der Trennung der Inhalte dann erst recht nachgefragt und negativ konnotiert reagiert wird. Wieso sich also stressen, die Rechtslage ist ja auch klar? Apropos Rechtslage:

 

3. Allgemeine rechtliche Informationen

Das österreichische Mediengesetz sagt:

Ankündigungen, Empfehlungen sowie sonstige Beiträge und Berichte, für deren Veröffentlichung ein Entgelt geleistet wird, müssen in periodischen Medien als „Anzeige“, „entgeltliche Einschaltung“ oder „Werbung“ gekennzeichnet sein, es sei denn, daß (sic.)  Zweifel über die Entgeltlichkeit durch Gestaltung oder Anordnung ausgeschlossen werden können. (§ 26 MedienG Kennzeichnung entgeltlicher Veröffentlichungen | jusline.at | Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 1. Jänner 2013)

Es geht hierbei also

  1. um bezahlte Einschaltungen und
  2. um periodische Medien

Für ersteres benötigt man eine Gewerbeberechtigung (Infos dazu erhalten die Österreicher übrigens bei einem Termin bei der WKO). Aber trifft nun auch zweitens für den Blog zu? Sicherlich:

“Streng genommen stellt jede Website, welche mindestens vierteljährlich aktualisiert wird, ein periodisches Medium dar. Wenn daher eine entgeltliche Einschaltung wie ein redaktioneller Beitrag aufgemacht wird, ist diese jedenfalls als Werbung zu kennzeichnen.” (Seidelberger, 2001, Online-Werbung, S. 13)

Also nochmal – wenn Geld fließt, ist eine klare Kennzeichnung unumgänglich. Solltet ihr selbst Blogger sein und ihr erhaltet diesbezüglich Angebote, die vorschlagen, das mit der Kennzeichnung doch sein zu lassen, macht sich auch diese Agentur, das Unternehmen strafbar: “[…] für Werbung im Internet gilt, dass eine Werbemaßnahme zB auf einer fremden Website nicht getarnt werden darf. Auf der eigenen Website darf nicht darüber getäuscht werden, dass hier Werbung betrieben wird.” (Seidelberger, 2001, Online-Werbung, S. 12)

Ebenfalls zu beachten gilt, dass auch Affiliate-Links zu kennzeichnen sind. Links im Text eines Artikels sind danach zu trennen, ob sie rein informativ platziert sind, oder es sich um entgeltliche Werbung handelt. (vgl. Seidelberger, 2001, Online-Werbung, S. 15) Auf Blogs ist eine bezahlte Linksetzung jedoch häufig nicht nur im Affiliate Bereich sondern eben auch im sponsored Post Gebiet zu beobachten, wo diese Kennzeichnung durch die Gesamtkennzeichnung abgedeckt ist.

…und was ist jetzt mit Bemusterung?

Der Fall der “kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellten Samples” ist nicht wirklich geregelt (es liegt mMn auch daran, dass dem Staat, dem Gesetzgeber, dem Finanzamt, vor allem an monetären Bewegungen gelegen ist). Während man bei diesem Thema leicht in Product-Placement bzw. (Bestechungs)Schenkungen rutschen könnte, ist die Bemusterung etwas, dass zum Job des Bloggers dazu gehört. Es ist offensichtlich, dass man als Blogger leichteres Arbeiten hat, wenn Produkte zur Verfügung gestellt werden, bzw. das Unternehmen sich sehr günstige Werbung erhofft.

Hinsichtlich des Tatbestandes des Trennungsgebots heißt es in den österreichischen Gesetzen, dass der “bezahlte Beitrag ‘zu Zwecken der Verkaufsförderung’ erfolgen [muss]. Dieses Voraussetzung ist grundsätzlich weit auszulegen. Es fallen nicht nur positive Berichte über ein bestimmtes Produkt darunter, sondern auch solche über ein Unternehmen oder seine sonstigen Leistungen. Denn auch sie sind grundsätzlich zur Verkaufsförderung geeignet. Zahlt der Unternehmer für einen Inhalt, so liegt der Zweck der Verkaufsförderung nahe. Umgekehrt liegt aber kein Verstoß vor, wenn ein Redakteur aus eigenem Antrieb, und ohne eine Gegenleistung zu erhalten, einen positiven Beitrag veröffentlicht.” (Anderl, Grama, 2008, Kennzeichnungspflicht für bezahlte Beiträge)

Ich persönlich würde die “Gegenleistung” hier mit Entgelt gleichsetzen, man könnte sie aber durchaus auch als eben das erhaltene Produkt sehen. Rechtlich also nach meinen Recherchen eine leichte Grauzone, bei der ich befinde, dass ein “Sample” oder “Muster” Label 1. niemanden schadet und 2. lediglich Hand in Hand mit ausreichender Transparenz geht.

Weiterführende Links:

 

Am Ende stellt sich die Frage – ist es schlimm, dass man mit seiner Arbeit Geld verdient? Wieso werden Muster eher als “akzeptiert” ausgelegt als Geldfluss? Wieso ist es besonders im deutschsprachigen Raum so ein Thema? Wieso wird einerseits diffamiert bzw. andererseits häufig auf die Trennung “vergessen”? Wieso sollte man als Blogger beeinflusst sein, wenn man bezahlt wird?

Ich verbleibe mit

Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Aus Lesersicht? Aus Bloggersicht? Seid ihr sensibilisiert? Ist Transparenz etwas für die professionellen Blogger oder gehört es einfach dazu? Beeinflusst euch ein “Sponsored” Label in eurer Meinung? Mehr als der Inhalt des Artikels? Die Abstimmung läuft noch bis 28. Jänner!

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27 comments

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also ich bekomme nur produkte gestellt, also geld gab es für mich noch nie. inzwischen bin ich auf dem stand jeden post mit einem „sponsored “ zu versehen in den labels sowie im post selber . finde ich einfach wichtig. es beinflusst mich als leser nicht, nur wenn ich aus dem artikel herauslesen kann , dass die bloggerin eindeutig übertreibt und sie eindeutig gekauft ist 🙁

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Ich habe auch einen Post dazu geschrieben und wurde von meinen Lesern schier in der Luft zerrissen. Sie können es nicht verstehen, warum ich denn für mein Hobby Geld für Artikel verlange und warum ich gegen Geld ein Video, einen Shop oder sonstige veröffentliche. Die rechtliche Lage war mir bis zu meinem Post nicht bewusst – daher auch hier danke an Diana! – und ich habe nun alle meine gesponsorten Artikel nachträglich gekennzeichnet. Wenn ich ein Produktsample bekomme, schreibe ich das im Text „durfte mir aussuchen“, „habe zugeschickt bekommen“ und kennzeichne den Post zusätzlich als „SPONSORED“.

Deine Sicht der Dinge ist sehr interessant, denn mir persönlich ist es wurscht ob eine Bloggerin bezahlt wurde oder nicht, mir geht es rein um den Inhalt und wie du schon schreibst, glaube ich auch nicht, dass die Meinung automatisch mitgekauft wird. Im Gegenteil, alle Kooperationen die ich bis jetzt hatte, haben ausdrücklich nach meiner ehrlichen Meinung verlangt. Weiterhin geben sie mir sogar vor, dass mein Post meinen Stil beinhalten soll und ich mich nicht verstellen soll.

Ich finde es teils schade, dass einem sowohl Leser, als auch „Kollegen“ das Sponsoring nicht gönnen – ich glaube bei diesem Thema spielt bei der Meinungsbildung viel der Neid mit. Weil eben die „Großen“ viele Produkte bekommen und die „Kleinen“ bekommen nichts vom Kuchen ab. Das aber viel Arbeit UND GEDULD dahintersteckt, sollte eigentlich jedem klar sein. Die „Großen“ wurden sicherlich nicht von Anfang an von Clarins, Artdeco, Dior & Co. unterstüzt < wie ich es liebevoll nenne.

GLG Ina

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Uhh das war jetzt sehr sachlich udn ich konnte auch nicht bis zum schluss lesen, aber ich als Blogger bi nd er meinung es genügt ein: Diese produkte wurden mir von XY kostenlos zum testen zur Verfügung gestellt (:

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@EINFACH-INAKann ich mich so mit einverstanden erklären. Wir sind halt meilenweit entfernt von amerikanischen Verhältnissen, wo es völlig akzeptiert wird, mit einem Hobby wie bloggen Geld zu verdienen. Ich glaube unsere Mentalität ist so neidbehaftet, das eine geänderte Einstellung nur sehr zögerlich ankommt. Ich für meinen Teil benutze den Ausdruck *Allifiatelink bzw. *sponsored wennich Werbung verlinke bzw. eine Aufwandsentschädigung erhalte. ich schäme mich keineswegs dafür, denn die Summen sind äußerst gering im Vergleich zur Arbeit und bei solchem Stundenlohn würde keine Putzfrau den Feudel schwingen. 😉 Ich denke, das ein langsames Herantasten, hier ein *Affiliate und da ein *sponsored den Unwissenden die Augen öffnen und sie „offener machen“ gegenüber Sponsoring allgemein. Ein Event ist teuer, Hotelkosten werden akzeptiert aber ein kleiner Geldbetrag für viele Fotos, viel Text, viel Tipperei, Gedankenmachen etc nicht? Ich sehe da eher als eine Art Trinkgeld denn als wirkliche Bezahlung, die Summen sind dafür in unseren Landen einfach zu gering.

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Ich bin was die Kennzeichungspflicht angeht vollkommen auf deiner Seite. Bereits im Studium habe ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt, so dass es für mich von Anfang an klar war, dass eine Kennzeichnung unerlässlich ist.

Was ich allerdings traurig finde, ist dieses in der Luft zereissen, wie es EINFACH-INA anspricht. Ich arbeite selbst in der Kommunikationsbranche, lebe also von Texten wenn man so will. Im Gegensatz zu einer Zeitschrift, in der Unternehmen bezahlte Anzeigen schalten UND die LeserInnen diese Zeitung kaufen müssen, ist das bei Blogs anders. LeserInnen bekommt quasi gratis Inhalte geliefert. Warum also nicht den Blog mit Werbeeinnahmen finanzieren? Ich finde das – sofern die Kennzeichungspflicht eingehalten wird – völlig legitim.

Ich habe auch schon viele Blogbeiträge gelesen, die zwar bezahlt sind, aber dennoch negativ ausfallen. Das ist nun mal so und sollte vor allem von Unternehmen als Chance genutzt werden, auf die Bedürfnisse der potentiellen Kunden einzugehen. Bis jetzt hatte ich übrigens noch nie das Gefühl, dass eine positive Meinung gekauft wurde.

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Ein sehr interessanter Beitrag!

Also mir das eigentlich egal ob Posts gekennzeichnet sind oder nicht, weil ich gebe nichts auf so einen sponsored…Blogs die ich schon lange lese, da weiß man einfach ob die Meinung ehrlich ist oder nicht.

Ich find das eigentlich sehr schade, wie auch Einfach-Ina schon sagt, das man teilweise von Lesern und auch anderen Bloggern so in der Luft zerissen wird, nur weil mein ein Entgeld für seinen Post bekommt. Es ist nun mal auch Arbeit einen Blog zu führen etc. und einfach so bekommt man keine Produkte bzw. Geld. Meiner Meinung nach ist das einfach Neid…Man gönnt es dem anderen nicht…sehr schade…aber so ist die Menschheit einfach…

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Für mich als Leser war es unheimlich verwirrend, irgendwann fest zu stellen, dass es berufsmäßige Blogger gibt. Ich habe später festgestellt, dass auch einige Blogger von Blogs die ich ‚früh‘ gelesen habe, Geld für Beiträge bekommen, Provision auf Links erhalten, oder Produkte, die sie vorgestellt haben, nicht selbst erworben hatten.
Bis zu dieser Erkenntnis, die ich bei einer Unterhaltung mit einer Bloggerin gekommen bin, ging ich davon aus, dass alle Blogger das Bloggen hobbymäßig betreiben. Ich habe einige Internet-Bekannte, die aus vielen und überlangen Forenbeiträgen heraus zu bloggen begonnen haben und habe das selbst auch mal eine Weile probiert – mein Schluss war dann, dass das bei den Blogs, die ich so las, auch so sein würde, andernfalls würde man mir das doch sagen.

Ich kann verstehen, wenn man Geld für Beiträge nimmt, wenn man in einem berufsmäßigen Umfang bloggt – aber ich weiß das gern. Wenn ich ein Magazin kaufe, weiß ich, das die Artikel berufsmäßig geschrieben wurden und merke das spätestens daran, das ich Geld für das Magazin zahle.
Auch, wenn ich für das Lesen eines berufsmäßig geführten Blogs kein Geld bezahlen muss (wozu ich aber durchaus bereit wäre, ich lese auch kostenpflichtige Online-Magazine) weiß ich gern, dass es sich um einen solchen Blog handelt. Und wenn es nur einzelne Beiträge sind, und sonst eigentlich ein Hobby-Blog geführt wird, finde ich es persönlich einfach wichtig, das zu kennzeichnen.
Mir geht es dabei einfach um’s Prinzip.
Ich will ja auch wissen, ob die Freundin, die mir von Tupperware vorschwärmt, Provision von Tupperware bekommt, oder mir einfach davon erzählt, weil sie es so toll findet. Ich glaube ihr nicht weniger, wenn sie Geld dafür bekommt, wenn sie mir etwas ‚besorgt‘, aber ich möchte es einfach wissen – erst das Verschweigen erweckt bei mir persönlich den Eindruck, dass der Geld-/Vorteilsfluss Einfluss auf die geäußerte Meinung gehabt haben könnte.

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@EINFACH-INA

Ina, ich habe die Kommentare bei deinem Beitrag gelesen und ich finde, dein Kommentar hier kommt ein wenig falsch rüber – ich glaube nicht, dass sich deine Leser (der Großteil zumindest) daran stören, DASS du Kooperationen eingehst und eben Geld dafür bekommst, sondern dass du es nicht gekennzeichnet hast. Und das macht schon einen Unterschied.

Ich habs damals bei dir schon meine Meinung dazu gesagt, hier nochmal für Godfrina 🙂
Mich stört es nicht, wenn Produkte, Beiträge gesponsort sind, nur ich möchte es als Leser wissen, weil es für mich zur Ehrlichkeit des Blogs dazugehört. Man sollte nichts verheimlichen. Ob ich dadurch beeinflusst werde? Ich glaube nicht. Ich hoffe einfach darauf, dass die Bloggerin trotzdem ihre objektive Meinung zu dem Produkt abgibt.

Das schlimmste ist, wenn ich mir als Leser – sorry – verarscht vorkomme, weil die Bloggerin so tut als hätte sie alles selbst gekauft, und man aber draufkommt, dass das nicht so ist (zB wenn sie die Douglas-Box, DIE SIE SELBST GEKAUFT HAT, JAWOHL, am Sonntag zeigt, obwohl sie erst Donnerstag bestellbar war, Freitag ein Feiertag war und Samstag/Sonntag wohl keine Post kommt). Sowas finde ich nicht ok.

Was auch manchmal unangenehm auffällt, sind Dinge wie „Ja, der Nagellack ist ein wenig teuer, aber er ist auf jeden Fall sein Geld wert“ – Das ist schon ein wenig dreist, bei einem 35-Euro-Nagellack zu behaupten, er sei sein Geld wert, wenn man ihn nicht mal selbst gekauft hat.
Aber seis drum, diese ganzen Lancome, Guerlain, Doir-Previews lese ich ohnehin nicht mehr.

Oder vor kurzem auch (es ging um einen stinknormalen nudefarbenen Lidschatten, den sowohl die Bloggerin als auch wahrsch. viele Leser in zig Ausführungen, Paletten haben), wo die Bloggerin dann gemeint hat „der ist so toll, den müsst ihr unbedingt kaufen“ – sowas finde ich dann nicht ok, wenn einem quasi etwas „aufgeschwatzt“ bzw. suggeriert wird, dass man das unbedingt haben muss – noch dazu weil es diese tolle Bloggerin gesagt hat OMG!!!

In diesem Sinne: Mach weiter so wie bisher Godfrina! Bei dir bin ich mir sicher, dass alles 100 % ehrlich ist, und ich habe Vertrauen in deine Meinung. Und deine Wochenschauen sind einfach nur SUPER 🙂

LIebe Grüße Michaela

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Hallö,

für gewöhnlich kommentiere ich eigentlich eher weniger bis gar nicht – bin quasi ein stiller Leser und Verfolger, und selbst blogge ich nicht – deshalb wollte ich meinen Senf nun doch dazu abgeben, nachdem ja spekuliert wurde, weshalb Leser einem Blogger nichts gönnen würden und furchtbar neidisch seien.
Ich muss sagen, mir is das relativ rille, ob der Blogger sich ein Teil selbst kauft oder gesponsort kriegt oder Geld für einen Blogpost bekommt (war mir bis zum Lesen dieses Posts gar nicht bewusst), solange man merkt, dass derjenige eine reflektierte und ehrliche Meinung dazu abgibt. Wenn allerdings auffällt, und das über längere Zeit, dass derjenige nur noch Posts schreibt, die „gekauft“ sind, nervt es – egal ob gekennzeichnet oder nicht.

Ich finde, es reicht, wenn ein Blogger die „geschenkten“ Sachen kennzeichnet (auch ohne die Aufspaltung, die im Post erörtert wird) – und auch die Posts, für die er Geld kriegt. Wobei das ja zumeist wirklich nur zu offensichtlich ist.

Liebe Grüße,
Muzli

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Sehr interessanter Artikel. Bin ich da froh, dass ich meinen Blog werbefrei halte. Also zumindest keine Banner oder ähnliches.
Geld für einen Artikel habe ich noch nie bekommen. Ein paar Produkte bekam ich schon kostenlos zugeschickt, habe das aber immer dazugeschrieben.
In letzter Zeit kam auch da nix mehr und ich bin überhaupt nicht traurig oder gekränkt. Ich hab nur noch ein paar Lacke, die ich beim P2 Blogger Event kostenlos mitnehmen durfe. Dabei habe ich aber nicht das Gefühl, dass dort erwartet wird, dass ich dazu schreibe. Ich schreibs dennoch dazu, wenn ich einen solchen Lack vorstelle, allerdings im Text (wie z.B. heute).
Nach diesem Artikel bin ich froh, dass ich nie auf Sponsorenfang gegangen bin. Ich habe nie irgendwelche Firmen angeschrieben und meinen Blog angeboten. Das werde ich auch künftig nicht machen. Ich habs da lieber, etwas freier zu sein.

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@Michaela H

Ja so hatte ich die Kommentare bei Ina auch verstanden 🙂

Hab ja auch meinen Senf zur Monatsfrage auf dem Blog geschrieben und wie du sagst Michaela, dass man gesponsert wird ist egal, dass man es nicht kennzeichnet schlicht unverschämt dem Leser gegenüber.

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Für mich als Buchblogger ist die Sachlage nicht so kompliziert. Aber ich wollte dir nur sagen: GANZ TOLLER ARTIKEL!!! Du bist und bleibst eine wirkliche geniale Bloggerin!!

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@Ando ich sehe es genauso. mir ist es lieber wenn eine bloggerin den post markiert. es zeugt von ehrlichkeit und es beeinflusst einen in keinster weise. jedoch wie du schon sagst, gibt es wirklich bloggerinnen bei denen man merkt das sie gekauft sind. so geschehen vor einigen tagen. eine bloggerin stellt einen shop vor wirbt und versucht leute dort hin zu ziehen, was es nicht für tolle prozente gäbe… und dann stellt sich heraus, sie hat sich den shop selbst gar nicht angesehen sondern nur den text von dem shop weitergegeben … der shop hat zwar prozente angegeben aber die produkte sind genauso teuer wie im laden selbst nur das dort auch nocht ZUSÄTZLICH transportkosten dazukommen. da krieg ich schon meine ausraster bei. …

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ich liebe deine „9gag“ bilder! oder memes oder wie die heißen!! 🙂

solange ich finde, dass die bloggerin authentisch ist, ist alles gut.
wenn man viel arbeit und energie in seinen blog steckt, dann darf das auch insofern belohnt werden, indem man eben samples bekommt, oder eben geld. ich meine, wenn man zb. gerade über Produkt X bloggen will und dann kommt firma Y daher und schickt einem ihr Produkt Y und meinen, du sollst das ganz bald bloggen, dann find ichs ok, wenn sie dir dafür geld geben.

süße Grüße,
Sonja

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Leser werden nicht neidisch, weil ein Blogger Geschenke kriegt. Wir erwarten Produktberichte, am Besten täglich, und welcher normale Mensch könnte und würde sich so viel Kosmetik kaufen?

Nur muss man irgendeine Gegenleistung für die Geschenke bemerken…gute Fotos, Vergleiche, ein vernünftiger Bericht…..man liest den Blog ja nicht wegen dem Pressetext..

Es gibt viele Blogs a la: „Schaut mal her was ich alles schönes geschenkt kriege, alles suuuper Produkte, kauft sie euch auch“
Und dann schön copy & paste die Pressefotos und Texte…ähm…ja….nein

Wenn man merkt, das hinter dem Post Arbeit steckt, dann hat man mit dem Sponsoring kein Problem. Auch nicht mit dem Geld verdienen.

Also danke liebe Godfrina und alle anderen super Bloggerinnen für die harte Arbeit die ihr leistet.

P.S.: 9gag forever <3

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Vielen Dank nochmal für deinen tollen Beitrag zum Thema! 🙂

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@Angie KatarzynaHaha, oh Mann, das ist ja dumm.

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@E.T. von roundaboutmeEhrlich gesagt, es liegt auch viel daran, dass es eben auch als „Hobby“ quer durch die Bank gestempelt wird, und jene, die Kooperationen eingehen (wollen), dieses Label nicht loswerden.

Wert ist die Arbeit auch in Europa genauso viel, die Unternehmen nutzen bloß die Unwissenheit und den Umstand des „Hobbies“ aus, um die Summen als Taschengeld auszugeben.

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@Michaela HDanke für das große Kompliment Michaela! ♥

Ja, ehrlich, ich seh’s wie ihr – ich weiß auch gar nicht, was man als „meinungsbildender“ Blogger nun davon hat, es wissentlich zu verschweigen, oder etwas „anzupreisen“. Man selber hat es schon und kaum jemand erhält „Provision“ äh, ja, ne. Wär mir zu blöd 😀

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@TinaSehr sachlich? Das meiste ist ja meine Meinung 😉

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@TamiGenauso sehe ich das auch! Wenn man freiwillig Inhalte veröffentlicht, hat man sich automatisch das Recht auf „Gerechtigkeit“ verwehrt? Finde ich halt nicht, solange man eben keine Informationen unterschlägt.

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@AnonymEine sehr gerechtfertigte, vernünftige Meinung, liebe Anonym!

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@naileniDu bist ja auch mit einer Kooperation weiterhin „frei“. Einzig, dazuzuschreiben, DASS es eine Kooperation gab, beschneidet dich ja weder in Meinung noch Blogfreiheit.

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@MelissaEyyy, na, geh heast! :’D

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@AnonymHaha, ja, für Pressetexte gibt’s auch Magazine, ne? Ich würd erst gar nicht so was veröffentlichen wollen. Wenn ich bezahlt werde, dann erst recht ein guter Artikel?!

Danke dir für deinen Kommentar aus Lesersicht!

Antworten

@I_need_sunshineGern – danke für die tollen Fragen!

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