Wer’s neben all dem Schwitzen nicht bemerkt hat – seit unserer ersten Interblog Kolumne ist ein Monat vergangen! Und das heißt: Runde Zwei #dingding!

Diana von I Need Sunshine und ich haben diese Aktion ins Leben gerufen, in der wir uns monatlich neuen Themen widmen – natürlich mit Blogging Bezug. Unsere erste Kolumne startete mit einem großen Thema: Der Bedeutung von Social Media für den Blog und die vielen Kommentare, die ihr bei Diana und mir hinterlassen habt, haben uns gezeigt, dass es euch sowohl interessiert, als auch zum Überlegen gebracht hat. Persönlich empfinde ich das als grandioses Feedback, danke nochmal dafür!

Diesmal dreht sich alles um das Wichtigste Element auf Blogs: Den Bildern. Wie ihr dem Titel schon entnehmen könnt, haben wir uns zum großen Thema Fotografie zwei Interviewpartner gesucht. Diana und ich wollten sehr gerne die selben Fragen sowohl aus DSLR-Fotografensicht als auch aus Digi-Benutzersicht beantworten, und erst dachten wir schon, ich müsste mich selbst interviewen, da ich wohl zu einer vom Aussterben bedrohten Bloggergattung gehöre (ja, ich benutze immer noch eine Digicam!). Gott sei Dank fand ich dann aber noch eine tolle Interviewpartnerin in Kat von Shades of Nature, die ihre schönen Bilder mit einer Bridge Kamera macht.

Schaut unbedingt bei Diana vorbei, bei ihr steht Miss-meine-Food-Bilder-lassen-euch-zunehmen-Xtravaganz Rede und Antwort in Sachen Umgang mit einer Spiegelreflex! Miss von Xtravaganz

Unser Motto heute also:

Zwei Blogs, ein Thema, zwei verschiedene Sichtweisen.


shades

1. Hallo Kat, schön, dass du Zeit hast. Beim heutigen Interblog beschäftigen sich Diana und ich mit dem Thema Blog-Fotografie. Seit wann befasst du dich mit Fotografie? Kam das Interesse erst mit dem Bloggen oder hast du vorher schon gerne fotografiert?

Kat:

Danke das ich beim 2. Interblog Rede und Antwort stehen darf 😉

Ich habe vor meinem Blogger Dasein eigentlich bloß sporadisch fotografiert, für die typischen Katzen-, Urlaubs- und Familienfotos, eben einfach nur die zwischendurch Momente festhalten. Dabei ging die Leidenschaft schon recht früh los, ich erinnere mich noch daran als Kind mit einer alten “Ritsch-Ratsch-Klick!” – Agfamatic 4000 gespielt zu haben, in welcher jedoch nie ein Film eingelegt war. Zum Geburtstag, das muss noch im Grundschulalter gewesen sein, bekam ich dann irgendwann mal einen Fotoapparat geschenkt, damals noch mit 36er Film – da war jeder einzelne Schuss gold wert! Die Leidenschaft für ordentliche inszenierte Bilder kam dann aber erst richtig mit dem Bloggen und entwickelt sich seitdem immer weiter.

 

2. Mit welcher Kamera machst du deine Blogfotos? Bist du damit zufrieden oder denkst du über eine Neuanschaffung nach? Nutzt du für verschiedene Zwecke unterschiedliche Objektive, wenn du denn welche benutzt?

Kat:

Ich fotografiere mit einer mittlerweile recht alten SONY Cyber-Shot DSC-H50, einer sogenannten Bridge Kamera. Sie hat glaube ich locker schon 8 Jahre auf dem Buckel. Anfangs war ich zufrieden, dann hatte ich zwischenzeitlich vor circa einem Jahr einen ordentlichen Kamera-Blues  und ich war der Meinung, es muss jetzt sofort unbedingt eine Spiegelreflex Kamera her, weil ich fand und auch immer noch oft finde, dass Bilder mit einer Spielgelreflex einfach knackiger werden, weniger Rauschen in den Aufnahmen haben.

Sony Bridge

Als ich mich mit dem Thema näher beschäftigte, habe ich mir von Bekannten verschiedene Spiegelreflex Modelle ausgeliehen und einfach mal versucht meine normalen Blogfotos damit zu schießen. Dabei fiel mir schnell auf, dass mir die Blog-Fotografie so zu anstrengend ist. Der ständige Objektivwechsel (wenn man denn überhaupt das richtige zur Hand hat) und wie soll man mit so einem riesen Teil AMU´s fotografieren? Als ich dann wieder auf meine alte, im Verhältnis recht kompakte Kamera zurück kam, fand ich meine Bilder plötzlich gar nicht mehr so übel und die Kamera ist einfach unglaublich praktisch zu handhaben, egal ob für Produktfotografie, Make up´s oder wenn man sie mal mit auf ein Event nimmt.

Für mich ist sie die eierlegende Wollmilchsau, klein, kompakt und leicht, dabei aber dennoch technisch nicht zu einfach. Verschiedene Objektive benötige ich dank 15fach-Zoom, dessen Brennweite von 31 bis 465 Millimeter reicht, nicht. Allmählich muss ich aber ernsthaft über eine Neuanschaffung nachdenken, da das Alter meiner Kamera langsam  zu schaffen macht, für mich kommt dann bloß wieder eine Bridge in Frage.

sony kamera

 

3. Welches Equipment braucht man deiner Meinung nach noch als Blogger? Hast du schon mal extra für Blogfotos in etwas Neues investiert?

Kat:

Im Winter möchte ich nicht mehr auf meine Tageslichtlampen verzichten! Einfach weil man unabhängig ist und sich nicht ärgert, wenn es abends schon so früh dunkel wird. Diese Lampen habe ich mir im letzten Jahr bei Amazon gekauft und ich bin absolut der Meinung, dass es nicht das teuerste Set sein muss. Ich glaube ich habe damals für meine Tageslichtlampe/Softbox um die 30€ bezahlt. Auch ein Lichtzelt für Produktfotografie ist super praktisch, angefangen habe ich mit einer selbst gebastelten Variante aus Backpapier und Karton, die ich heute immer noch gerne benutze. Dazu kam dann noch mal ein kleines Faltstudio mit zwei Lampen. Wünschen würde ich mir einen ordentlichen Selbstauslöser, leider ist meine Kamera da nicht kompatibel.

selbstgebastelte Softbox10549786_270325316488168_779365929_n

 

5. Was macht für dich ein gutes Blogfoto aus? Gibt es für dich bei Blogfotos auch absolute No-Gos? Und wie findest du etwa deine alten Bilder im Vergleich zu heute?

Kat:

Meine alten Bilder finde ich teils echt schlimm! Aber ich denke, so etwas zeigt auch die Entwicklung eines Blogs, deswegen bleiben die nostalgischen Fotografieren auch online und werden nicht durch Neue ersetzt. Früher habe ich viel zu stark mit Filtern herum gespielt, das mache ich heute noch gerne und muss mich dabei immer ein wenig zügeln.

Ein gutes Blogfoto macht für mich aus, dass es klar und gut beleuchtet ist, ich persönlich finde Schatten überall im Bild zum Beispiel nervig. Farbechtheit ist natürlich auch wichtig und scharf soll es sein. Schön finde ich auch, wenn das Foto nicht nur ein schnödes Produkt zeigen, sondern es auch noch etwas gibt, was das Bild rahmt, sei es ein dunkler oder gemusterter Hintergrund oder Elemente, welche auf den ersten Blick vielleicht gar nicht dazu gehören, das Foto aber nicht “leer” erscheinen lassen. Das ist denke ich jedoch auch alles Geschmackssache.

Lichtreflexe

 

6. Verrate uns zum Abschluss doch bitte deine liebsten Tipps für gute Blogfotos. Worauf kommt es an und gibt es bestimmte Tricks und Kniffe für ein gelungenes Foto?

Kat:

Gutes Licht, eine gute Story hinter dem Bild und ein gewisses Gefühl für die eigene Kamera. Lasst die Einstellung nicht immer auf “Standard” oder “Easy”, sondern probiert ein wenig herum. Ich zum Beispiel fotografiere mittlerweile meist im Macro Modus und habe die Voreinstellung “Portrait” gewählt, auch der manuelle Bedienknopf des der Lichtwerts (LW im oder englischen Exposure Value – EV) ist bei mir regelmäßig im Einsatz. So gefallen mit meine Bilder momentan am besten. Und ich stehe total auf Lichtspiegelungen, deswegen fotografiere ich eigentlich am liebsten auch draußen.

Pierre Ricaud Lidschatten Schattenspiel

Meine Kamera gab es nun also schon bevor ich mit dem Bloggen begonnen habe und mit der Zeit sind wir zu einem richtig guten Team zusammen gewachsen. Ich denke man muss sich mit seinem Fotoapparat einfach wohl fühlen, egal ob es eine kleine Digicam, eine super professionelle Spiegelreflex oder wie in meinem Fall einfach so ein Zwischending ist. Und eines habe ich gelernt, auch bei Fotografieren macht Übung den Meister. Ich selbst würde über meine Bilder sagen, dass ich den Gesellen Abschluss allmählich in der Tasche habe, aber da ist noch viel Luft nach oben 😉

Der etwas andere Aufnahmewinkel


Ich danke dir vielmals für das informative Interview, liebe Kat! Was ich persönlich daraus gelernt habe?

Ich will eine Bridge Kamera! Sofocht!

Ich erkenne mich stark in Kats Aussagen wieder – ja, ich dachte auch laaange darüber nach, vielleicht ja doch in eine Spiegelreflex zu investieren, irgendwann mal. Weil, Nonplusultra und die Bilder sehen dann sicher knackiger aus (was mich mit unter an meinen Bildern am meisten stört! Ja, auch wenn ich das eigentlich nur selber sehe, beim 2314213fachen Reinzoomen am PC…)

Je länger ich jedoch abwarte, spare, überlege, vergleiche – ja doch, wieso nicht eine Bridge? Sie ist leichter – in der Tat, wie fotografiert ihr mit diesen Mörderteilen an DSLR AMUs? – und verfügt über so ziemlich alle Funktionen, die man für ein scharfes Blogfoto braucht. Und ist um ein Vielfaches günstiger in der Neuanschaffung. Danke für diesen letzten Anstoß, Kat! 🙂

…und falls ihr bei Kat immer noch nicht vorbeigeklickt habt, holt es nach. Ein schön-ausgewogener Beautyblog mit neuerdings einem Babyblog Ableger!

So, und womit fotografiert ihr? Erkennt ihr, wenn jemand eine Spiegelreflex oder eben Bridge/Digi nutzt? Was ist für euch ein “perfect shot”? Habt ihr jetzt auch Lust auf eine Bridge bekommen? 😉

 

Und wer mehr als nur einen Kommentar schreiben möchte: Ihr seid herzlich dazu aufgerufen unsere Fragen aufzugreifen! Beantwortet alle oder nur ein paar, schreibt eure Meinung verlinkt unseren Beitrag und hinterlasst uns eure Antwort. Der Beitrag erscheint dann sowohl auf I Need Sunshine als auch hier, ein dop0peltes Einfügen ist also nicht nötig! Bitte ladet nur Beiträge hoch, die sich auf die Interblog Kolumne beziehen.

 

Die nächste Interblog Kolumne gibt es Ende August – worüber sollen wir diskutieren? Wir haben zwar einige Ideen parat, aber euer Feedback ist uns wichtig, hinterlasst gerne Vorschläge.


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9 comments

Reply

Sehr interessant 🙂 Ich habe bisher immer ne Video Kamera genommen hahaha, aber jetzt vor ein paar Wochen bin ich auf die Canon EOS 700D umgestiegen. Man man, mit dem Teil muss ich erstmal lernen umzugehen. Aber die Fotos, die was werden, werden immer richtig gut 🙂

Liebe Grüße

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Ich selbst besitze drei Kameras, eine kleine Kompaktknipse, eine Bridge und eine DSLR. Für den Blog benutze ich die DSLR, da ich nur Nagelfotos mache und daher statisch arbeite. Die Kamera steht dabei auf einem Gorillapod, damit mir vom Tragen nicht die Hand abfällt 😉
Die Bridge benutze ich im Urlaub, da ich auf Städtereisen neben Reiseführer, Sonnencrème, Regenschirm und Wasser nicht auch noch 3kg Fotoausrüstung (das wiegt eine DSLR mit ein paar Objektiven schnell) mitschleppen muss.

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Ich habe das Gefühl, dieser Artikel öffnete mir etwas die Augen! Ich raunze schon seit geraumer Zeit herum, dass ich auch endlich eine DSRL haben will (MUSS!!!!). Einfach damit die Bilder schärfer, farbechter, hochauflösender, sprich einfach besser.

Aber als ich das jetzt gelesen habe, fand ich mich total wieder! Ich denke AMUs fotografiert man wesentlich einfacher mit einer Digi-Cam. Außerdem kommt sehr viel auf Belichtung drauf an, hat mein kein gutes Licht werden die Fotos wohl auch mit einer DSRL nicht besser. Wenn man auf so etwas Acht gibt, sich etwas einliest und sich ein paar Photoshop Tutorials, was Belichtung angeht, anschaut, sollte es auch mit einer Digi-Cam klappen.

Danke für den Beitrag!

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Sehr interessanter Beitrag! Das fotografieren ist wirklich das A und O beim bloggen. Ich habe mittlerweile eine Spiegelreflex Kamera und bin sehr zufrieden.

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@AglayaDas nenn ich Hingabe, drei Kameras 🙂

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@michischaafUnbedingt, ich habe jetzt sowohl Digi als auch Bridge und schwerer als die Bridge sollte es für mich nicht mehr werden, wird einfach unpraktisch, finde ich…

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